- Geschichte
- Konzept der Akupunktur
Geschichte
Die erste zur Zeit bekannte schriftliche Erwähnung der Akupunktur und Moxibustion (Erwärmen) stammt aus dem zweiten Jahrhundert vor Christus. Der Historiker Sima Qian erwähnt in seinen Aufzeichnungen erstmals Steinnadeln. Neuere Grabfunde enthalten Indizien, daß ähnliche Instrumente bereits vor circa 5000 – 6000 Jahren verwendet worden sein könnten.
Der Begriff Akupunktur wurde von Pekinger Jesuitenmönchen im 17. Jahrhundert geprägt; er setzt sich aus den lateinischen Wörtern acus (= Nadel) und punctura (= Stich) zusammen, bedeutet also “Therapie mit Nadeln”.
1683 verfasste Dr. Willem Ten Rhyne (Arzt der Ostindischen Handelskompanie) einen ausführlichen Bericht in dem er die klinischen Wirkungen der Nadelstichtherapie beschreibt und auch den Begriff der Akupunktur erstmals erwähnt.
Die erste Erwähnung der Akupunktur (das Stechen mit Nadeln zu therapeutischen Zwecken) in Europa findet man im Jahr 1675. Der Holländer De Bondt erwähnt in W. Pisos Werk “De utriusque Indiae” Beobachtungen über diese Therapieform aus Japan.
Die erste bekannte deutschsprachige Veröffentlichung über Akupunktur stammt aus dem Jahre 1824.
Noch älter als die Akupunktur ist die Akupressur. Hier werden die Punkte mit Hilfe der Fingerkuppen massiert.
Das Konzept der Ohrakupunktur (Auriculo-Therapie) wurde vom französischen Arzt Paul Nogier 1954 gefunden. Die Behandlung über das Ohr ist zwar auch aus der chinesischen Akupunktur bekannt, es werden dort jedoch nur wenige Punkte – und diese auch nur selten – verwendet.
Daneben besteht noch das Konzept der koreanischen Handakupunktur, bei der die Meridiane fast komplett auf den Händen abgebildet sind, sowie das der Schädelakupunktur mit Abbildung der Meridiane auf dem Schädel.
Körpereigene Reizmethoden sind auch in anderen Kulturen bekannt. Bei den Arabern das Skarifizieren der Haut und bei den Bantu die Perforation (Einstechen) der Ohrläppchen.
Gegen Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die Medizin in Europa zu einem System einer kausal-analytischen Wissenschaft, in welcher die Akupunkturtherapie keinen Platz hatte.
Erst gegen Ende des zweiten Jahrtausends drang die Traditionelle Chinesische Medizin, und mit ihr die Akupunktur, weiter in den Westen vor.
Konzept der Akupunktur
Unser Körperoberfläche ist voll von Energiepunkten. Diese füllen die gesamte Körperoberfläche aus und haben ihre Verbindung zu den tiefen Schichten des Körpers. Es gibt darüberhinaus auch von den Händen, den Ohren, Füßen und dem Schädel wiederum Ausgangspunkte die eine Reflexion der inneren Organe auf ihrer Oberfläche darstellen.
Durch Akupunktur wird die Lebensenergie (QI) und sein Fluß im Körper reguliert.
Das chinesische Wort für Akupunktur besteht aus zwei Teilworten, diese beschreiben die zwei Anwendungsformen der Akupunktur :
1. Einstechen der Nadel in die Akupunkturpunkte
2. Erwärmen (Moxibustion) der Punkte.
Die meisten der über 700 Akupunkturpunkte sind entlang der Energiebahnen angeordnet. Es gibt 12 Hauptmeridiane, die jeweils spiegelverkehrt auf beiden Körperseiten paarig angelegt sind, 8 Extrameridiane und eine Reihe von Extrapunkten. Nach Meinung der Anhänger der chinesischen Medizin wird durch das Einstechen der Nadeln der Fluß des Qi (Lebensenergie) beeinflußt.